Bottrop
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Adventskonzert

Am zweiten Adventsonntag 6. Dezember 2015, 17:00 Uhr
in der Ludgerus-Kirche, Birkenstr. 84, Bottrop-Fuhlenbrock

Nach der Welturaufführung des Oratoriums „Maria“ im März 2014 in der Friedenskirche Ratingen wird das Oratorium erstmalig in Bottrop durch den Da pacem Chor aufgeführt.

Sopranistin Christina Meiselbach verkörpert gesanglich die „Maria“ in dem gleichnamigen Oratorium

Plakat_Adventskonzert 2015

Maria, die Mutter Jesu in einem Adventkonzert zu würdigen, passt in die vorweihnachtliche Zeit. Wenn das Konzert episch-dramatisch angereichert wird mit kommunizierenden Solo- und Chorgesängen sowie mit einem die Handlung beschreibendem Erzähler, dann ist das ein Oratorium. Ein Oratorium, das sich der Gottesmutter Maria widmet, führt der in Fuhlenbrock beheimatete ökumenische Da pacem Chor auf.

Ökumenische Gemeinschaftsleistung zweier Künstler

Das sehr junge – erst im Jahr 2014 entstandene – „Klassik-Pop-Oratorium Maria“ ist eine ökumenische Gemeinschaftsleistung zweier bekannter Gegenwartskünstler. Komponist ist der katholische Kirchenmusiker Thomas Gabriel, Jahrgang 1957. Der dem Lukasevangelium entlehnte Text stammt aus der Feder des 1954 geborenen evangelischen Pfarrers Eugen Eckert.

Maria wird in sechs Bildern, von ihrer Schwangerschaft bis zur 30 Jahre älteren Mutter Jesu vorgestellt, die ihren ermordeten Sohn in Armen hält. Das Oratorium versetzt sich in das schwangere unverheiratete Mädchen Maria, das bösen Zungen, Klatsch und Tratsch ausgesetzt ist. Die gleiche Schmach schlägt dem hochbetagten Paar Elisabeth und Zacharias entgegen. Einerseits, weil sie kinderlos sind, andererseits, weil Elisabeth erst im greisen Alter schwanger wird. Ein anderes Bild befasst sich mit der Willkür der römischen Besatzungsmacht, mit dem Ausgeliefertsein und der Ohnmacht der unterworfenen Bevölkerung. Das vierte Bild beschreibt die Weihnachtsgeschichte, dass Gott selbst sich klein macht in Gestalt eines neugeborenen hilflosen Kindes in einer Futterkrippe. Weitere Bilder befassen sich mit dem pubertierenden Jesus und den Sorgen seiner Mutter sowie mit der Taufe Jesu, seinem Wirken und seinem Tod.

Der Autor Eugen Eckert bedient sich heutiger Umgangssprache; er übersetzt prägnant – teils zugespitzt – die biblischen Texte. Komponist Thomas Gabriel verleiht den in den Rollen zu singenden Texten in variationsreichen Musikstilen beeindruckende Aussagekraft (z.B. militärisch-zackig, Charleston, langsam zart).

Chor1

Da pacem Chor

Christina Meiselbach verkörpert als Sopranistin die Maria, die zentrale Rolle im Oratorium; sie ist die Enkelin des langjährigen Kirchenmusikers von St. Ludgerus, Josef Meuers. Christian Piel, Jahrgang 1987, Basilikakantor an der Wallfahrtsbasilika St. Marien in Kevelaer, vertritt als gesanglicher Solist den Engel Gabriel und den grimmigen Asa. Das Vokalensemble Canto:Da pacem singen Judit und Rut. Die Rolle der Elisabet hat Musiklehrerin Lisa Glöckner, die des Zacharias Benedikt Meuers (ehemaliger Domsingknabe) inne. Die Rolle des Achim hat der Bottroper Markus Nesemann übernommen, der u.a. als Komponist neuer geistlicher Lieder bekannt ist. Als Sprecher des Evangelisten führt Pastor Andreas Willenberg durch das biblisch- musikalische Geschehen. Die Orchesterband (Violine, Cello, Flöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, E- Bass, Keyboard, Schlagzeug) besteht aus Musikschuldozenten aus dem nahen Ruhrgebiet. Für Lichtillumination sorgt Martin Lenze, für Sound Benjamin Kropp und Stephan Langenberg. Das freundlicherweise vom Einzelhandel ausgehängte künstlerisch ansprechende Ankündigungs-Plakat hat Chormitglied Doris Bugdoll gestaltet. Die Gesamtleitung hat Chorleiter Michael Meuers.

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Autor: Hel

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