Bottrop
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Mit Ausbildungspaten Hürden beim Berufseinstieg überwinden

„Philipp Neri“ informiert sich zum neuen Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“

Zu einem Informations- und Meinungsaustausch trafen sich jetzt Mitglieder und Ausbildungspaten des Vereins „Philipp Neri e.V.“, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Interessen von Jugendlichen in und rund um Kirchhellen zu fördern, mit dem Leiter der Kommunalen Koordinierungsstelle im Übergang Schule/Beruf der Stadtverwaltung, Wolfgang Wuwer.
Wuwer stellte das Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“ vor, das landesweit als neue Form der Berufswahl-Orientierung vorgeschrieben ist. Ab dem nächsten Schuljahr ist es Pflicht in allen 8. Klassen aller weiterführenden Schulen, also in Förder-, Haupt-, Real-, Sekundarschulen, Gesamtschulen und Gymnasien. Die Schülerschaft durchläuft dabei bis zum Abitur insgesamt neun Standardelemente der Berufsorientierung. Ab dem Jahrgang 8 startet die „Potenzialanalyse“, an die sich die „Berufsfelderkundung“ anschließt. Ziel ist, dass junge Menschen ihre Stärken und Interessen frühzeitig erkennen, weiter entwickeln und nach der Schule möglichst schnell eine Anschlussperspektive für eine Berufsausbildung oder ein Studium finden. Ihnen sollen unnötige „Warteschleifen“ erspart bleiben. „Angesichts des demografischen Wandels und des teilweise schon akuten sowie des noch kommenden Fachkräftemangels können wir es uns nicht leisten, Potenziale zu verlieren“, verdeutlichte Wolfgang Wuwer.

Einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt kann dabei die Initiative „Fit for Future“ der „Philipp Neri“-Jugendförderung leisten. Ausbildungspaten unterstützen in diesem Projekt Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf, so etwa bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche und bei Bedarf auch noch während der Berufsausbildung. „Auf der Basis der Freiwilligkeit werden offen und vertrauensvoll Probleme, auch persönlicher Art, besprochen“, erläuterte Theo Gahlen als Sprecher der Ausbildungspaten: „Und es wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Hierbei ist es häufig wichtig, dass Eltern, Schule oder Betrieb eingebunden werden.“ Die Ausbildungspaten arbeiten ehrenamtlich und so entstehen für die Jugendlichen keine Kosten.

Alle Gesprächsbeteiligten waren sich einig, dass Netzwerkarbeit und Kooperationen im Bereich der Berufsorientierung unerlässlich sind, um Parallelstrukturen zu vermeiden und gemeinsam Jugendliche auf ihrem Weg in den Beruf unterstützen zu können.

Interessierte Jugendliche können sich an Theo Gahlen wenden (Tel.: 0 20 45 / 4808, e-Mail: thega@t-online.de) oder an die Kommunale Koordinierungsstelle (Tel.: 70-4389).

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Autor: Hel

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