Bottrop
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Neuer Gemeinschaftsgarten soll an der Albert-Schweitzer-Grundschule entstehen

Stadt Bottrop und Fachhochschule Dortmund laden am 29. Oktober und 12. November zur Vorbereitung ein

Das Projekt „GemeinSinnschafftGarten“ geht in die nächste Phase: Ein weiterer Garten nach den Aktivitäten am Kulturhof ist an der Albert-Schweitzer-Grundschule geplant. Im Vorfeld sind Interessierte zu Treffen am 29. Oktober und 12. November eingeladen.

Am Donnerstag, dem 29. Oktober, laden die Projektverantwortlichen von Stadtverwaltung und der Fachhochschule Dortmund Bottroperinnen und Bottroper verschiedener Kulturen und Herkunft zu einem offenen Gespräch rund um das Gärtnern ein. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen: Wer gärtnert in Bottrop? Wer würde gerne gärtnern, hat aber bislang keine Möglichkeit dazu? Auf welche Weise wird gegärtnert und welche Pflanzen werden angebaut? Wie können Menschen und Kulturen durchs gemeinschaftliche Gärtnern verbunden werden? Wie können in Bottrop interkulturelle Gärten entstehen? Treff ist um 17 Uhr im Foyer des Saalbau am Droste-Hülshoff-Platz 4.

Stadt Bottrop

Stadt Bottrop

Zwei Wochen später am Donnerstag, dem 12. November, wird es bei einer weiteren Veranstaltung dann konkret: Auf einem ungenutzten Teil des Schulhofs der Albert-Schweitzer-Grundschule soll angrenzend an die Straße „Im Beckedal“ ein interkultureller Nachbarschaftsgarten entstehen. Die Schule unterstützt das Vorhaben und ist an der Planung und Umsetzung beteiligt. Insbesondere interessierte Anwohner, Migrantenselbstorganisationen, Bildungseinrichtungen und soziale Träger aus der Nachbarschaft sind eingeladen, ihre Vorstellungen, ihre Ideen und ihre Kultur mit einzubringen. Treff ist um 17 Uhr der Musikraum in der Albert-Schweitzer-Grundschule an der Prosperstraße 95.

Der neue Gemeinschaftsgarten soll insbesondere ein Ort der Begegnung für die Nachbarschaft sein und bietet Möglichkeiten, das eigene Viertel mitzugestalten. In der offenen Bürgerwerkstatt soll im Dialog mit allen Interessierten und Beteiligten aus Nachbarschaft, Schule und Stadtverwaltung eine gemeinsame Vision des Gartens und ein erster Fahrplan für die Umsetzung entworfen werden.

Interkulturelle Gemeinschaftsgärten gibt es bereits seit über 20 Jahren an verschiedenen Orten in Deutschland. Bekannte Beispiele finden sich unter anderem in Aalen, Göttingen oder Oberhausen. Das Gärtnern gehört auch für viele Bottroperinnen und Bottroper, insbesondere mit Migrationshintergrund, zur Tradition. „Dies kann man an den zahlreichen privaten Gärten in den Hinterhöfen der Zechenhäuser sehen. Seit Generation ermöglichen sie Selbstversorgung mit gesundem Gemüse und Obst und bieten einen grünen Rückzugsort“, erläutert Carina Tamoschus vom städtischen Fachbereich Umwelt und Grün. Maximilian Schmies von der Fachhochschule Dortmund fügt hinzu: „Interkulturelle Gemeinschaftsgärten sind Begegnungsräume, in denen nachbarschaftliche Beziehungen gepflegt, Integration gelebt, gemeinsam gekocht und gegärtnert werden kann. Sie sind eine große Chance, voneinander zu lernen und sich jenseits sprachlicher Barrieren besser kennenzulernen und auszutauschen.“

Zukunftsstadt

Zukunftsstadt

Hintergrundinformation:

Das Projekt „GemeinSinnschafftGarten“ der Stadt Bottrop und der Fachhochschule Dortmund ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für eine Förderung im Rahmen des „Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt“ ausgewählt worden. Urbane Gärten holen nicht nur ein Stück Natur zurück in die Stadt und steigern die Lebensqualität, durch gemeinsames Pflanzen und Ernten wird die Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger gestärkt. Die im öffentlichen oder privaten Raum angelegten Gärten sind ein Ort der Begegnung für alle Bevölkerungsgruppen. Diesen sozialen und ökologischen Wert wollen die beiden Projektpartner für Bottrop nutzbar machen. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des innerstädtischen Raums gemeinschaftlich genutzte urbane Gärten geschaffen werden.

Das Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt zeigt, wie die Forschung eine nachhaltige Entwicklung der Stadt ermöglicht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen und Wirtschaft kluge Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Egal ob Klimaanpassung, Energiesicherheit, gute Arbeit oder das soziale Miteinander: die Antwort darauf muss auf kommunaler Ebene verwirklicht werden können. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie fördern den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung.

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Autor: Hel

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